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Die überaus gütige Mutter oder die Braut des Gekreuzigten

„WANDELT WIE KINDER DES LICHTES“
(Epheser V, 8)

Wir Eltern, Lehrer und Erzieher haben den Auftrag, die uns anvertrauten Kinderseelen zu jenem Licht zu führen, das ihr Leben und ihr Glück ausmachen wird. Jede Woche möchten wir Sie mit Zitaten von klugen Menschen und Zeitzeugen bekanntmachen, die unseren eigenen Weg erleuchten können. Sagte nicht der heilige Thomas von Aquin: „Schau nicht auf die Person, die redet, doch vertraue alles Gute, das Du hörst, Deinem Gedächtnis an.“ (aus den 16 Ratschlägen des heiligen Thomas von Aquin, „um den Schatz der Wissenschaft zu erlernen“). Viel Freude beim Lesen!

Wir glauben an denselben Vater und Sohn, an denselben Gott und Menschen, an dieselbe Mutter und Jungfrau; wir, für die und um deren Heil Petrus, nachdem er dreimal seine Liebe bekräftigen musste, die Worte hörte: „Petrus, sei der Hirte der heiligen Herde.“ Rom, das so viele Sieger gefeiert hat, wurde von Christus in Wort und Tat in seiner Weltherrschaft bestätigt; Rom, das Petrus und Paulus, der Apostel der Völker, zum Apostolischen Stuhl geweiht haben, indem sie es mit ihrem eigenen Blut getränkt haben.

Dante Alighieri (1265-1321)
Dichter

„Er bezeichnet die römische Kirche als „die überaus gütige Mutter oder die Braut des Gekreuzigten“. Zweifellos gebührt dem ungeheuren Umfang und der Scharfsinnigkeit seines Genies Bewunderung; doch darf man nicht vergessen, dass ein großer Teil seiner Kraft aus dem göttlichen Glauben geschöpft wird; dies erklärt, warum Dante die Schönheit seines Hauptwerks ebenso sehr den vielfältigen Herrlichkeiten der offenbarten Wahrheit als auch allen Mitteln der Kunst verdankt. Da Dante sozusagen das gesamte Gebäude seines Gedichts auf das Fundament der Religion gestellt hat, ist es nicht verwunderlich, dass man darin eine wahre Fundgrube katholischer Lehre findet, die Quintessenz der christlichen Philosophie und Theologie. (…) Wenn es eine ganze Reihe hervorragender katholischer Dichter gibt, die, wie man sagt, alle Stimmen auf sich vereinen, indem sie das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden, was soll man dann erst von Dante sagen? Wenn er durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Bildern, die Leuchtkraft der Farben, die Kraft des Gedankens und des Stils fesselt, so nutzt er diesen Reiz, um den Leser zur Liebe zur christlichen Wahrheit zu führen; im Übrigen hat Dante, wie jeder weiß, offen erklärt, dass er sich mit der Verfassung dieses Gedichts (Die Göttliche Komödie) zum Ziel gesetzt habe, allen Geistern eine Art Lebensnahrung zu bieten. So wissen wir, ohne allzu weit zurückzublicken, von einigen Seelen, die sich von Christus entfernt hatten, ohne ihn jedoch verleugnet zu haben, und die, obwohl sie ursprünglich vor allem Dantes Werk lesen und studieren wollten, zunächst durch die Wirkung der göttlichen Gnade die Wahrheit des katholischen Glaubens mit Bewunderung betrachteten, um dann voller Freude in den Schoß der Kirche einzutreten. (…) Dante Alighieri hegt besondere Achtung vor der Autorität der katholischen Kirche und vor der Macht des Papstes, einer Macht, die in seinen Augen jedem einzelnen Gesetz und jeder Institution der Kirche selbst ihre Kraft verleiht.“

Benedikt XV. (1854-1922)
Papst


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