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Rom

„WANDELT WIE KINDER DES LICHTES“
(Epheser V, 8)

Wir Eltern, Lehrer und Erzieher haben den Auftrag, die uns anvertrauten Kinderseelen zu jenem Licht zu führen, das ihr Leben und ihr Glück ausmachen wird. Jede Woche möchten wir Sie mit Zitaten von klugen Menschen und Zeitzeugen bekanntmachen, die unseren eigenen Weg erleuchten können. Sagte nicht der heilige Thomas von Aquin: „Schau nicht auf die Person, die redet, doch vertraue alles Gute, das Du hörst, Deinem Gedächtnis an.“ (aus den 16 Ratschlägen des heiligen Thomas von Aquin, „um den Schatz der Wissenschaft zu erlernen“). Viel Freude beim Lesen!

Nach Rom muss man immer wieder im Geiste zurückkehren; es ist der einzige Ort, von dem aus man alles entdecken kann.

Pater Le Floch (1862-1950)
Spiritaner, Rektor des Päpstlichen Französischen Priesterseminars in Rom (1902-1927)

Brief von Mgr. Robin, Bischof von Blois, nach seiner Ernennung
„Tours, 2. Dezember 1945
Hochwürdiger lieber Herr Pater,
bitte entschuldigen Sie, dass ich so lange gebraucht habe, um Ihnen zu danken. Ich wollte mir Zeit nehmen, um Ihnen noch einmal, diesmal jedoch mit großer Ergriffenheit, die Dankbarkeit auszudrücken, die ich Ihnen, hochgeschätzter und verehrter Herr Pater, für das Gute schulde, das Sie meiner Seele während der sieben Jahre, in denen ich Ihr Seminarist war, erwiesen haben.
Ich habe im französischen Seminar viel empfangen. Das Beste, was ich habe, verdanke ich diesem Seminar – und Sie, mein Vater, haben dem französischen Seminar das gegeben, was es vom Besten hat: kirchliche Wissenschaft, geistliches Leben, Apostolatsgeist, bei dem die Glaubenslehre an erster Stelle steht, kirchlichen Sinn, Liebe zum Papst und zu den Bischöfen, Integrität der Gesinnung und des Lebenswandels und vor allem einfache, freundliche, verständnisvolle Nächstenliebe; all das habe ich in IHREM lieben Seminar gelernt… Und das liturgische Leben, welches mir der gute Pater Haegy vermittelt hat! Und diese Initiativen, die Sie, lieber Herr Pater, gesegnet haben, ohne meine überaktive Natur einzuengen, die sie mich nur zu kanalisieren und übernatürlich werden zu lassen lehrten… Wenn ich vierundzwanzig Jahre lang so viel gearbeitet habe, dann verdanke ich das der Anleitung, die ich von Ihnen und in Ihrem Wirkungskreis erhalten habe.
Ich würde Ihnen gerne noch viele Seiten schreiben, denn ich kann Ihnen gar nicht genug sagen, was das Seminar Santa-Chiara, sein herzensguter Oberer, seine Leiter und seine lieben, lieben Seminaristen für mich bedeuteten.
Ich werde am 18. Januar geweiht. Es wird kalt sein in der Kathedrale Saint-Gatien, wo der heilige Martin geweiht wurde… Der Weg von Ihnen zu uns ist lang… aber vielleicht könnten Sie dennoch kommen? Ich wage es kaum zu hoffen, aber das Hoffen meines Herzens ist voller Kühnheit. Beten Sie für mich, lieber Vater, am Heiligen Altar. Sie, die Sie mir geholfen haben, mich auf das Priesteramt vorzubereiten, werden mir mit Ihren Fürbitten helfen, ein guter Bischof zu werden! Sagen Sie all meinen Mitbrüdern, die Ihnen ihre brüderliche Sympathie bekunden, dass ich ihnen dafür sehr dankbar bin. Und nehmen Sie, lieber und verehrter Vater, meine tiefste Dankbarkeit und respektvolle Zuneigung für sich.
†Louis, designierter Bischof von Blois.“

Mgr. Robin (1897-1963)
Bischof von Blois


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