(Epheser V, 8)
Wir Eltern, Lehrer und Erzieher haben den Auftrag, die uns anvertrauten Kinderseelen zu jenem Licht zu führen, das ihr Leben und ihr Glück ausmachen wird. Jede Woche möchten wir Sie mit Zitaten von klugen Menschen und Zeitzeugen bekanntmachen, die unseren eigenen Weg erleuchten können. Sagte nicht der heilige Thomas von Aquin: „Schau nicht auf die Person, die redet, doch vertraue alles Gute, das Du hörst, Deinem Gedächtnis an.“ (aus den 16 Ratschlägen des heiligen Thomas von Aquin, „um den Schatz der Wissenschaft zu erlernen“). Viel Freude beim Lesen!
Weder die Philosophie noch die Theologie noch die Reden wirken in den Seelen; es muss Jesus Christus mit uns wirken, wir in ihm; wir müssen in ihm wirken und er in uns, wir müssen wie er und in seinem Geist sprechen, so wie er selbst in seinem Vater war und die Lehre verkündete, die dieser ihn gelehrt hatte – das ist das Wort der Heiligen Schrift. Ihr müsst euch also von euch selbst entleeren, um euch mit Jesus Christus zu bekleiden.
Hl. Vinzenz von Paul (1576-1660)
Französischer Priester, Generalseelsorger der Galeeren, Gründer der Lazaristen, der Bruderschaft der Damen der christlichen Liebe, des Hilfswerks für Findelkinder, der Kongregation der Töchter der christlichen Liebe
„Seine Sanftmut und Bescheidenheit störte die Härte und den Stolz seiner Zeit, genauso wie seine natürliche Beredsamkeit den Wortreichtum eines von Gelehrsamkeit übersättigten Humanismus störte, mit der Kraft eines Cézanne, der sich scharf vom naiven Jugendstil der Weltausstellung abhob. Gewiss, er störte nicht absichtlich, doch Tatsache ist, dass er störte; gerade in dem Moment, da die französische Gesellschaft mehr denn je an die Tiefe und Ewigkeit der durch die Geburt gegrabenen Abgründe glaubt, schickt er die schönen Damen der Aristokratie los, um ihre Rüschen auf dem rauen Boden der Elendsviertel und Krankenhäuser zu zerfasern.“
André Frossard (1915-1995)
Schriftsteller
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