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Jüngerin, Apostel

„WANDELT WIE KINDER DES LICHTES“
(Epheser V, 8)

Wir Eltern, Lehrer und Erzieher haben den Auftrag, die uns anvertrauten Kinderseelen zu jenem Licht zu führen, das ihr Leben und ihr Glück ausmachen wird. Jede Woche möchten wir Sie mit Zitaten von klugen Menschen und Zeitzeugen bekanntmachen, die unseren eigenen Weg erleuchten können. Sagte nicht der heilige Thomas von Aquin: „Schau nicht auf die Person, die redet, doch vertraue alles Gute, das Du hörst, Deinem Gedächtnis an.“ (aus den 16 Ratschlägen des heiligen Thomas von Aquin, „um den Schatz der Wissenschaft zu erlernen“). Viel Freude beim Lesen!

Was uns etwas kostet, ist nicht das, was wir Gott geben, sondern das, was wir nur ungern geben.

Hl. Madeleine-Sophie Barat (1779-1865)
Gründerin des Erziehungsordens der Sacré-Cœur-Schwestern

„Dem Herzen Jesu geweiht, gehört diese großzügige Seele nicht sich selbst, sondern ganz Ihm. In ihrem inneren Leben ist sie Seine Jüngerin, darin liegt ihre ganze Heiligkeit; in ihrem äußeren Leben ist sie Apostel, darin liegt ihr ganzes Werk. So stets von Gott geleitet, spiegelt Frau Barat in ihren klaren und ruhigen Fähigkeiten die reinste Schönheit des Himmels und der Erde wider. Sie dringt in die Tiefen der Seelen ein, sie betritt die Geheimnisse der Herzen. Selbst die Angelegenheiten der Welt entgehen ihr nicht; sie streift ihre Gipfel, wie mit der Spitze eines Flügels, und mit welchem Scharfsinn, welcher Feinfühligkeit! Wie viele ihrer so bescheidenen, aber so klaren Urteile über die Ereignisse unserer Zeit werden letztlich das letzte Wort der Geschichte bleiben! Fröhlichkeit, Witz und Anmut prägen und beleben ihre von Glauben und Weisheit genährten Worte, in denen man abwechselnd die Vernunft der heiligen Chantal, die Frömmigkeit Fénelons und die geistliche Anmut des heiligen Franz von Sales wiederfindet. Größer im Herzen als im Verstand, ist sie sanft ohne Schwäche, stark ohne Starrheit; Demut mildert den Glanz ihrer reichsten Gaben; und vor dem Hintergrund männlicher Tugenden und Eigenschaften entfaltet sich eine Unschuld, die ihr reinste Anziehungskraft ist und ihren Zügen die unveränderliche Jugend der Kinder des Evangeliums verleiht. Ihr von Gott erfülltes Herz liebt alles, was Gott groß geschaffen hat: die Kirche, den Menschen, die Seelen; doch empfindet sie zugleich eine unbeschreibliche Zuneigung für die kleinsten Geschöpfe der Schöpfung. Ihr apostolischer Eifer strahlt in zweierlei Hinsicht aus: nach innen, in der Leitung ihrer Töchter; nach außen, in der Erziehung der Kinder. Doch der Mittelpunkt der einen wie der anderen ist immer das Heiligste Herz Jesu, seine Verehrung, seine Liebe, dieses Feuer, das Jesu in diese Welt gebracht hat, mit dem einzigen und brennenden Wunsch, dass es alles entflamme.“

Monsignore Baunard (1828-1919)
Rektor der katholischen Fakultät von Lille


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